früher 2. Unterseite Spirituelles Erwachen: Auslösende Faktoren
Auslösende Faktoren
Auch wenn das Spirituelle Erwachen ein Akt der Gnade ist, so hat es zumindest den Anschein, dass es oft unter bestimmten Voraussetzungen eintritt.
Wir können diese Voraussetzungen schaffen, doch letztendlich ist es immer ein Geschenk des Göttlichen, auf der langen Reise unserer Seele.
Je inbrünstiger der Ruf der Seele nach Gott, umso größer ist die Möglichkeit der erlösenden Gnade.
Auslösende Faktoren
Es gibt diese auslösenden Faktoren für das Erwachen. Immer wieder höre und lese ich in diesem Zusammenhang von folgenden Begebenheiten
- Spirituelle und meditative Praktiken
- Starke körperliche und seelische Belastungen
- Besonders beglückende Momente
- Schocksituationen
- Verluste ,Trauer und Nahtoderfahrungen
- Belastende biographische Phasen
- Karmische Ursachen - Der Ruf der Seele
- Öffnung durch Erkenntnis des "höheren Mentals"
Diesen Momenten liegt wohl zu Grunde, dass sie uns einerseits öffnen, andererseits leer und empfänglich lassen werden dadurch, dass innere Bewegungen zum Stillstand kommen. Es können Auslöser sein, keine kausalen Ursachen. Ein Bemühen um Erleuchtung war schon immer der falsche Ansatz.
Es ist wieder dieses Bild des vollen Kruges, der erst geleert sein muss, um dann etwas Neues aufnehmen zu können.
Wir sehen also, dass es innerhalb unserer polaren Welt anscheinend zumindest zwei Bewegungen zum Zustand des Erwachens gibt:
Ein sich Leeren des Kruges, eine "von unten" her kommende Öffnung, ein Loslassen in Demut und wie es zum Beispiel Sri Aurobindo beschreibt, ein "Herabkommen" der höchsten göttlichen Kraft, eine Art Gnade. Doch dies ist auch wiederum nur ein Bild, nichts weiter.
Hier zeigt sich die Anforderung des spirituellen Weges, so wie ihn auch die transpersonale Psychologie beschreibt: Es gibt nichts zu lernen auf dem Weg, um den Krug zu leeren, damit er gefüllt werden kann. Es gilt eher, etwas zu ver-lernen. Es geht darum loszulassen! Um das wiederum zu können, müssen wir erst einmal SEHEN können, WAS es loszulassen gilt und das wiederum nennen wir "Selbsterkenntnis".
früher 1. Unterseite spirituelles Erwachen: "Die Erfahrung), der erste Block steht nocht)
Das Erwachen
Es gibt mittlerweile viele, gute spirituelle Bücher und Beschreibungen dieses "Ereignisses", so dass von mir ganz sicher nichts Neues, Nützlicheres, Anderes beschrieben werden kann.
Dennoch möchte ich auf meine ganz persönliche Weise ein wenig dazu sagen.
Spirituelles Erwachen auf Erden ist Gnade und Bürde zugleich. Dieses Ereignis ist das Wundervollste, was einem Menschen in seinem Leben begegnen kann.
Im Moment des spirituellen Erwachens treten Sie auf einmal in einen völlig neuen, fremden und andersartigen Zustand der Existenz ein.
Ich meine damit einen völlig anderen Zustand des "Seins" und nicht ein neues, anderes, besseres intellektuelles Begreifen oder gar ein besonders "schönes Gefühl". Dieser "Zustand" hat mit Gedanken und Gefühlen nichts zu tun. Es ist, als wäre selbst der Begriff der Liebe, welcher diesem Erleben am nächsten kommt, noch nicht ausreichend. Es ist beinahe so, als wäre Ihnen im Erleben die Quelle der Liebe mit in den Schoß gelegt worden. Ja, ich weiß, man sagt die Quelle sei die Liebe und die Liebe sei die Quelle und doch...mein Finger bemüht sich gerade zum Mond zu werden! Es ist neu! Es ist so neu, es ist so erlösend, es ist so eindeutig und voller Gewissheit, dass Viele, denen dies geschieht, im ersten Moment des Erlebens in schallendes Gelächter ausbrechen, da sie endlich, endlich verstehen.
Ein Verstehen, welches sich nicht in Worte fassen lässt.
In den letzten Jahren ist meiner Meinung nach eine zunehmende Verfremdung und Verwässerung dieser seit Jahrtausenden bekannten Tatsache zu beobachten und deshalb an dieser Stelle noch einmal eine kurze "negierende" Betrachtung zur Verdeutlichung:
Was das Erwachen NICHT ist:
Erwachen ist keine zunehmende gedankliche Erkenntnis spiritueller Hintergründe und genauso wenig ein zunehmendes tiefes Gefühl auf "Herzensebene". Es hat, wie schon gesagt, nichts mit Gefühlen und Gedanken zu tun. Auch nicht damit, sich in zunehmendem Maße von der "Stimme seines Herzens", von Intuition und Inspiration, von der "Stimme Gottes" in uns leiten zu lassen. All diese Qualitäten sind Entwicklungsschritte INNERHALB der polaren Erfahrungsbereiche, welche die Hinwendung und Öffnung des menschlichen Persönlichkeit hin zum spirituellen Kern anzeigen. Diese Entwicklungen beschreiben tatsächlich Stufen des sich geistig entwickelnden Menschen innerhalb der polaren Erfahrungsmöglichkeiten und beschreiben den Weg, der innerhalb der polaren Entwicklungsmöglichkeiten liegt. Doch so wundervoll im Vergleich zum rein materialistischen Leben diese Schritte auch sein mögen, sie haben nichts mit dem Erwachen zu tun, welches in den Anfängen dieser Wortschöpfung damit gemeint war. Das, was eigentlich gemeint war und von mir auch beschrieben wird, ist das vollständige Heraustreten aus der Polarität und damit das, was sich nicht mehr in Worte kleiden lässt.
Erwachen ist ebenso keine Beschreibung einer fortschreitenden Entwicklung der Persönlichkeit zu größerer Vollkommenheit, derer man sich nach und nach bewusst werden kann. Es ist keine Zunahme moralischer Tugenden wie z.B. Güte, Demut etc. und es hat auch nichts mit einer liebevollen und milden Ausstrahlung des betreffenden Menschen zu tun, denn diese ist die Betrachtung eines Zustandes im moralischen Sinne.
Es gibt im Netz Seiten die beschreiben, woran man einen erwachten Menschen erkennen kann. Wer meint, einen erwachten Menschen an äußeren Anzeichen oder einer gewissen Ausstrahlung und "Aura" erkennen zu können, der irrt gewaltig. Wir erklimmen als irdische Persönlichkeit keine Leiter, Sprosse um Sprosse, an deren Ende die Vervollkommnung der irdischen Persönlichkeit und dann zwangsläufig das Erwachen stehen, denn wir können das Erwachen als menschliche Wesen niemals "erreichen" !
Es gibt im menschlichen Sinne keinen "Prozess" des Erwachens. Man erwacht nicht dann, wenn die irdische Persönlichkeit "ausgereift" im Sinne moralischer Werte und Tugenden ist und das Erwachen bewirkt auch keine schlagartige Vervollkommnung unserer menschlichen Hülle.
Leider, so schön es auch wäre, es ist nicht der Fall! Im Gegenteil! Ein erwachter Mensch sieht, spürt und begreift die Unvollkommenheit seiner menschlichen Seite im Laufe der Zeit um so mehr und vor allem um so schmerzhafter und er darf lernen, all seine Schwächen liebevoll in das Licht einer erfahrenen "Wahrheit" zu stellen.
Diese Verwirklichung wertet ihn niemals auf, sie macht ihn im Grunde genommen um ein Vielfaches gleicher mit allen anderen Wesen auf Erden, als es vorher der Fall war!
Spirituelles Erwachen kommt immer eindeutig, absolut radikal verändernd und es löst im Bruchteil einer Sekunde alles auf , was jemals im Leben eines Menschen Bestand hatte. Es kommt als Gnade und durchaus auch eher gegen Ende der Reise einer "Seele", doch diese Betrachtungsweise ist eine andere und hat nichts mit den Veränderungen unserer irdischen Persönlichkeit zu tun.
Es gibt danach keine Fragen zum Erwachen mehr, denn es bewirkt eine Gewissheit, die unumstößlich ist! Auch lese ich öfter im Netz die Behauptung, dass es möglich sei, auf ein spirituelles Erwachen hin zu arbeiten. Es gäbe Möglichkeiten ein Erwachen in Schritten zu erreichen.
Genauso wird die Ansicht vertreten, das "Momente des Erwachens" erlebt, aber nicht als solche erkannt werden. Es wird behauptet, dass fast jeder Mensch im Laufe seines Lebens schon einmal solch eine Erfahrung gemacht hat.
Ich bin selten so deutlich, doch ich muss an dieser Stelle sagen: "Nein, das ist nicht so und es ist nicht das, was mit "Erwachen" gemeint ist"!
Ich weiß nicht, was solche Menschen erleben, aber es ist ganz gewiss nicht das "Erwachen". Dieses ist von solcher Klarheit und Gewissheit, dass nichts, aber auch rein gar nichts Anderes daneben noch irgendeine ir Bedeutung haben kann. Der Moment des Erwachens "verbrennt" mit einem loderndem Feuer alles, aber auch restlos alles, was bis zu diesem Moment Bestand hatte! Wer erwacht ist, weiß, dass er erwacht ist und diese Erkenntnis ist eindeutig und die Folgen und Auswirkungen sind unumkehrbar !
Es gibt kein teilweises Erwachen.
Es gibt Sie, diese eine, diese einzige, diese absolute Erfahrung dessen, was wir sind und wer wir sind und nur diese Erfahrung ist das spirituelle Erwachen.
Ich weiß, das es manchen Menschen nicht gefallen wird, was ich her schreibe. Dies sind innerhalb der irdischen Ebene, normale Reaktionsweisen unseres Egos, denen auch ich (wieder) unterliege und die dem Licht zugeführt werden möchten, das ist ganz normal und begleitet uns alle immer und immer wieder.
*
Die Menschheit wird aus meiner Sicht vermutlich überleben, wenn sie sich auf Dauer zu diesem Bewusstsein hin entwickelt und ich bin davon überzeugt, dass dies geschehen kann. Und wenn nicht, so sagte Pater Willigis Jäger einmal, ist das so, als ob es im Universum ein Staubkorn weniger gäbe... .
Hier mein liebstes Gedicht eines der größten christlichen Mystiker:
Ich trat ein und wusst` nicht wo
und ich blieb auch ohne Wissen,
alles Wissen übersteigend.
Wo ich eintrat wusst` ich nicht.
Doch als ich mich dort gewahrte.
ohne Kenntnis meiner Bleibe,
hörte ich von Großen Dingen.
Was ich hörte, vermag ich nicht zu sagen,
blieb ich doch ganz ohne Wissen,
alles Wissen übersteigend.
Trunken war ich,
wie von Sinnen, außer mir.
Blieb dabei mein Empfinden
doch jeglicher Empfindung bar.
Und der Geist
sah sich beschenket mit Verstehen,
das nicht verstand,
alles Wissen übersteigend.
Johannes vom Kreuz
Da ist zuerst einmal Stille. Die Welt bleibt stehen, alles bleibt stehen. Die Gedanken, die Gefühle, die Zeit und die Bedeutung von Dingen und Ereignissen.
Alles hält auf einmal an und verliert in gewisser Weise seine ursprüngliche Bedeutung. Es entsteht eine Gewissheit und ein Verständnis des Großen, ohne das dieses Große beschrieben werden könnte. Aus dem Gefühl des Getrenntseins des eigenen Ich von der Welt entsteht das Gewahrsein und absolute Wissen, in Liebe eins und verbunden mit Allem zu sein. Und doch sind wir noch ein ganz individuelles, göttliches Bewusstsein. Ein Verständnis weit über das hinaus, was unser Intellekt jemals begreifen kann. Wir erkennen, wer wir sind
Doch diese Stille ist "weiß Gott" nicht leer! Sie ist beim Vorgang des Erwachens erfüllt von so einzigartiger, so wundervoller, liebender und wesenhafter Natur, wie sie es nur sein kann!
Erst kommt die Stille, doch in die Stille senkt sich das, was menschliche Worte dann nicht mehr beschreiben können.
Der Raum des Herzens, die ganze Brust lodert in liebender und verstehender Flamme und wird zum sich ausdehnenden Ganzen, zum gesamten Universum welches wir sind. Und doch sind wir das wieder in individualisierter Form.
Gott wird zum Menschen und Mensch wird zu Gott. Früher wäre ich für diesen Satz verbrannt worden.
Heute nur verlacht, das schmerzt auch...aber weniger....ich lächele gerade...
Das Gewahrsein, die direkte Erfahrung, dass wir dieses Universum sind, dass wir die Bürde der Trennung und der Einsamkeit nicht auf unseren Schultern zu tragen haben, da sie in Wirklichkeit nicht existiert, ist so wundervoll und so einzigartig, dass es fast unmöglich ist das Glück dieser Erkenntnis zu beschreiben .
Darf der Mensch aus seiner inneren Essenz heraus sagen, dass er Gott in individualisierter Form ist?
Spüren Sie einmal! Nicht denken! Spüren!
Erwachen und Erleuchtung
Es ist vielleicht noch sinnvoll einen Unterschied zwischen "Erwachen" und "Erleuchtung" zu machen, so, wie ich diese Begriffe nutze, denn sie werden unterschiedlich interpretiert.
Das Erwachen ist immer vorübergehend, sowohl als Gipfelerfahrung als auch als Plateauerfahrung, die uns beide wieder mit unterschiedlichen Auswirkungen in die "Normalität" entlassen.
Es ist vorübergehend. Danach ist man als Mensch jedoch ein anderer, auch wenn die Erfahrung in Ihrer Intensität endet. Etwas ist geschehen, etwas hat uns so durch geschüttelt, dass das Leben nie wieder so sein kann, wie es vorher einmal war. Es geht nie ganz verloren, nicht in einem Moment. Etwas bleibt.
Die Buddhisten sprechen hier unter ganz bestimmten Umständen auch von der "ersten Phase", vom sogenannten "Eintreten in den Strom". Dieser Schritt ist unumkehrbar.
Der Ruf des Göttlichen hat sich so sehr in unser gesamtes Wesen eingebrannt, dass wir ihn von nun an nicht mehr ganz verlieren können.
Die Erleuchtung hingegen würde bedeuten, dass wir den Zustand der reinsten Erfahrung in aller größter Intensität und Endgültigkeit beibehalten, so, dass es keine Vermischung mit anderen Bewusstseinsebenen mehr gibt. Das menschliche Sein würde im göttlichen Sein aufgehen.
Jack Kornfield schreibt hierzu, dass es nur einige ganz wenige Menschen auf Erden gab und gibt, die zu dieser Gruppe der Erleuchteten gehören. Jesus und Buddha mögen dazu gehört haben, die heiligen Avatare, die ,so sagt man, abgeschieden im Himalaya leben und uns Menschen nur gelegentlich erscheinen. Doch selbst Jesus hat so sehr gelitten als er sagte; "Vater, warum hast Du mich verlassen"?
Vielleicht auch Paramahansa Yogananda, Sri Aurobindo oder westliche Mystiker und, und, und... .,
Ich weiß es nicht und es ist auch müßig, darüber nachzudenken. Was in unserem Inneren geschieht, können NUR WIR SELBST beurteilen.
Einführung (früher: Startseite spirituelles Erwachen)
Ich weiß nicht, ob man sich ein Spirituelles Erwachen wünschen kann. Ich denke, man müsste wohl wissen, was es ist, was wir da suchen, um es sich überhaupt wünschen zu können. Es folgt auf einen Ruf aus der Tiefe. "Etwas" weiß dort, was es sucht und "wir" spüren das. Es ist eher so, dass man damit beschenkt wird, wenn es an der Zeit ist. Kann man etwas tun? Dazu später mehr.
Auch kann man es natürlich nicht beschreiben, es ist das "Unbeschreibbare". Doch manchmal kann zwischen unseren Worten eine Kraft liegen , die hilft zu verstehen, um das Mitgeteilte dann wieder loszulassen und dem Verstand dadurch ein wenig Ruhe und ein wenig Öffnung zu geben.
Einer Sache kannst Du Dir allerdings sicher sein: Du kannst es nicht wissen, bevor Du es erlebst und wenn Du es erlebst, weißt Du, dass es das Erwachen ist...es gibt dann keinen Zweifel und keine Fragen mehr. Ein Wissen über alles Wissen.
Wir alle sind auf der Suche. Wonach? Warum? Wir spüren, dass da noch etwas ist. Die Einen nennen es Glück, die Anderen nennen es Liebe. Manche nennen es Gott oder schlicht Bewusstsein oder einfach das "Sein". Doch was tun wir, um dorthin zu gelangen?
Bekommen wir was wir suchen durch Beruf, Familie, Beziehungen, Freizeit, materielle Güter oder durch das Streben nach Idealen, nach Erfüllung moralischer Werte von Gut und Böse?
Den spirituell Suchenden unter uns: Was suchen wir eigentlich? Finden wir es in Seminaren, in der Meditation, der Kontemplation, dem Gebet? Finden wir es in den Kirchen oder anderen religiösen/spirituellen Gemeinschaften? Was ist dieses Suchen, dieser Impuls eigentlich? Woher kommt er? Wer oder was sucht? Müssen wir auf Grund dieses inneren Suchens überhaupt etwas tun? Und wenn, was können wir tun? Sollten wir aber tatsächlich nichts tun müssen, was heißt wiederum "wirkliches Nicht-Tun?" Gibt es ein tatsächlich auch ein "Nicht-Tun im Tun""? Nichts tun zu können, fühlt sich allerdings für die meisten Menschen extrem beängstigend an. Aber das "Nicht-Tun im Tun" meint auch etwas anderes, als regungslos auf einem Stuhl zu sitzen!
Mehr Fragen als Antworten zu Beginn. Keine Sorge, das vergeht! Es ist im Grunde völlig nebensächlich, denn es sind Gedankenspiele. Es gibt Wichtigeres! Das Wissen, um das es auf diesen Seiten geht, hat nichts mit Gedanken und kognitiven Prozessen zu tun.
Und doch sitze ich beim Schreiben gerne vor meiner Bücherwand, die ich wirklich liebe und an der ich so hänge und ja, der Verstand ist manchmal wie ein lustiges Hündchen, welches sein Spielzeug braucht, welcher als wunderbares Werkzeug zu mancherlei Erkenntnis führt und oft, beziehungsweise leider meistens falsch genutzt ein Hamsterrad, welches uns in tiefstes Leid und die Welt sogar ins Verderben stürzen kann.
All die wundervollen spirituellen Texte, die etwas in uns in Bewegung bringen können,
möchte ich dennoch nicht missen. Wir können über ein kultiviertes "Mental", über unsere Gedanken einen gewissen Zugang zum Geistigen erhalten, aber nicht den endgültigen, das ist entscheidend!
Wir müssen uns im Endeffekt fragen, ob wir intellektuelle Erkenntnisse bzw. auch Erkenntnisse eines höheren, vergeistigten Mentals oder wirkliches Erwachen wollen. Geht Beides ? Bis zu einem gewissen Punkt, ja! Im Endeffekt ganz gewiss: NEIN !
Der eigentliche Weg zum Ziel führt nur über die Hingabe an den Schöpfer, an den Ursprung, die Quelle, dass Transpersonale Bewusstsein oder wie auch immer wir dieses höchste Prinzip nennen mögen..personalisiert oder nicht...das Eine, das Unendliche. Das Eine, von dem wir nie wirklich wissen, bis wir es erfahren ! Von einer Priesterin hörte ich einmal den Satz:
"Gott ist keine Person, aber er ist auch kein "Neutrum". Das ist eine wundervolle Beschreibung, die mich immer sehr angesprochen hat.
Das sogenannte "Spirituelle Erwachen" ist aus meiner Erfahrung auch nicht nur das Erfahren "der großen Leere", wie es besonders im Advaita beschrieben wird.
Wir erfahren uns als individualisierte Einheit des Göttlichen - dieses sprachliche Paradoxon weist darauf hin, das wir diese Essenz eben nur erfahren können und es ist unmöglich, sie in Worte zu fassen.
Wir lösen uns dabei nicht auf...wir SIND noch... !
Gespeicherter Block "Nach dem Erwachen - Praktische Hilfen
Praktische Hilfen
Man kann es halten wie Eckhard Tolle, dessen Bücher ich wundervoll finde und dessen Art und Weise mir auf meinem Weg sehr geholfen haben. Man kann im Anschluß an das erste Erleben "für zwei bis drei Jahre auf einer Parkbank verweilen" und das reine Sein erleben. Man muss dann nichts tun. Es ist eine wunderbare Art, wie dieser sehr speziell charismatische Mensch diesen Weg gegangen ist uns was er mit seinen Werken für uns geschaffen hat.
Man muss die Gelegenheit haben das zu tun und man muss alles loslassen können, wollen und sollen.
Ich hätte es wohl tun können, doch ich wollte es nicht. Ich wollte es nie!
Ich entschied mich für meine Familie, für meine Frau und unsere erkrankten Kinder, für meine Patienten*Innen, für meine Kollegen*Innen und Freunde und ich weiß, dass es so richtig war.
Es gibt so viele Geschichten von Menschen, die nach dieser Erfahrung alles aufgaben. Sie gingen!
Doch was wäre eine Erfahrung des Göttlichen wert, wenn hierdurch andere Menschen in Not und Schmerz zurück gelassen würden?
Man kann auch MIT mit dieser Erfahrung das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen meistern.
Das ist nicht immer leicht. Vieles ändert sich. Dinge die vorher interessant waren, sehr viele Dinge, sind plötzlich völlig unbedeutend. Das Getriebe der "alten Welt" wirkt fade und man fühlt sich immer mehr wie "der Hamster im Tretrad". Manchmal fällt es schwer, an den Interessen und Themen anderer Menschen überhaupt noch teilzuhaben. Weltliche Dinge erscheinen plötzlich völlig abstrus und unwirklich. Mir persönlich ist es über einen ersten Zeitraum von eineinhalb Jahren extrem schwer gefallen, überhaupt über etwas Anderes zu sprechen. Alles andere fühlte sich leer und oft vollkommen sinnlos an und es war meist besser zu schweigen.
Ein wunderbarer Hinweis darauf, das das eigene kleine ICH noch sehr lebendig und beteiligt ist, das es Widerstände aufbaut, die trennend wirken und man daran arbeiten darf und muss!
Es ist ein Teil des evolutionären Weltgeschehens, das es immer mehr Menschen gibt, die tatsächlich erwachen, doch es sind immer noch sehr Wenige und die Orientierungshilfen für die Zeit danach finden sich nicht so leicht.
Es ist mein Wunsch hier behilflich sein zu können oder auch Hilfen zu vermitteln.
Dafür braucht es u.A. auch ein paar "Werkzeuge".
Im Folgenden finden Sie vorab schon einmal einige nützliche Hinweise:
Führen Sie ein Tagebuch. Schreiben Sie !
Sie werden merken ob es gut tut und hilft. Ich habe Stunden,Tage, Nächte geschrieben, geschrieben und geschrieben....verworfen, behalten und wieder geschrieben.
Für mich persönlich sind einige schöne Gedichte und Prosa daraus entstanden, es tat gut, es machte Freude.
Auch beim Erstellen dieser Website spüre ich die wohltuende Ordnung die in mir entsteht. Ich verarbeite wieder und wieder ein Stück mehr und gelegentlich geschehen auch beim Schreiben neue "Öffnungen" unterschiedlicher Art.
Malen Sie oder zeichnen Sie das Erlebte.
Es geht hier nicht um Kunst, sondern um das "therapeutische Malen und Zeichnen", welches auch in der Transpersonalen Psychologie einen hohen Stellenwert hat. Es hilft sehr gut, die starken Energien, mit denen Sie in Kontakt gekommen sind, zu kanalisieren. Gerade im unmittelbaren Anschluss an ein "Erleben" ist das Gestalten mit Formen und Farben unglaublich hilfreich. Es ist völlig unbedeutend ob es schön wird oder nicht, der Prozeß ist wichtig. Alles aufheben und in eine Mappe legen!
Kreatives Gestalten
Tun Sie kreative Dinge mit Ihren Händen, die Ihnen Freude bereiten.
Sie MÜSSEN dafür Sorgen, dass die hohen Energien, mit denen Sie in Berührung gekommen sind, die Materie durchdringen und sich manifestieren. Auch ist dies ein Weg, einen Ausdruck ohne Worte finden zu können. Arbeiten Sie mit Holz, hegen und pflegen Sie Ihren Garten und legen Sie dort ein "heiliges Plätzchen" an, seien Sie handwerklich tätig. Gibt es schon ein heiliges Plätzchen in Ihrem Haus, in Ihrer Wohnung? Selbst das Aufräumen des Speichers oder des Kellers, das Aussortieren und Ordnen und das Betrachten des Entstandenen hilft dem ganzen Wesen Struktur und Klarheit auf allen Ebenen zu schaffen.
Irgendetwas wird sich schon finden, was Sie schon lange einmal verschönern wollten ! jedes handwerklich kreative Tun ist hifreich.
Musizieren
Wer das Glück hat, ein Musikinstrument spielen zu können, hat hier eine wunderbare Möglichkeit des Ausdrucks. Was auch immer Sie lieben und was Sie in irgendeiner Form mit dem Erlebten in Zusammenhang bringen: Spielen Sie es, singen Sie es!
Wer Gitarre spielt: Probieren Sie es mal mit "Halleluja" von Leonard Cohen...es ist ganz einfach und wenn beim Singen niemand zuhört wird`s auch nicht peinlich... . Oder, wem auch das Östliche zusagt: Deva Premal und Miten, hier gibt es von Deva Premal wunderschön intonierte Mantras, die ihre Wirkung nicht verfehlen, wenn man sich heran traut! Ich kenne jemanden, der wohl sehr viel Licht in sich trägt und deutsche Volkslieder laut singend über Spazierwege läuft. Der Phantasie und Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt.
Einfach nur spielen und singen, was uns glücklich macht!
Gespräche
Dieser Bereich ist oft das Schwierigste.
Es gibt Phasen, in denen man nicht das geringste Bedürfnis hat sich mitzuteilen und Phasen, in denen man sich extrem einsam fühlt, wenn man mit keinem Menschen reden kann. Es drängt mit aller Macht hinaus und man möchte sich unbedingt und endlich mitteilen. Hier merkt man, wie sehr man doch Mensch ist und nur wirklich Mensch mit anderen Menschen sein kann.
Wenn Sie jemanden haben, dem Sie sich auf dieser Ebene mitteilen können - tun Sie es.
Beginnen sie zart und beobachten Sie, ob sie ihr Gegenüber überfordern. Fragen Sie nach, ob es dem/der Anderen zu viel wird und nehmen Sie es nicht persönlich, wenn Sie Widerstände spüren. Sie müssen sich darüber bewußt sein, dass das, was Sie erlebt haben, auf vielen unterschiedlichen Ebenen an Ihrem gegenüber "rüttelt", dass es seine/ihre Weltanschauung auf den Prüfstand bringen und deshalb recht fordernd sein kann. Wenn Sie unsicher sind, hören Sie erst einmal auf.
Beobachten Sie sich selbst. Hilft es, oder fühlen Sie sich danach leer? Überprüfen Sie sich dahingehend, was so ein Gespräch mit Ihnen macht. Schauen Sie an, was kommt und bleiben Sie dabei im Zustand der Achtsamkeit.
Wenn Sie sich mitteilen mögen und nicht wissen wem, so bin ich in meinen Beratungssitzungen gerne für Sie da. Manchmal drängt es einfach sehr und es muss heraus und es kann sehr hilfreich sein das bei einem Menschen zu tun der zuhört und annimmt, weil er weiß und weil er kennt und einige erste, hilfreiche Hinweise geben kann.
Ernährung
Der Organismus leistet Höchstarbeit um die Energien, mit denen er in Kontakt gekommen ist, zu assimilieren.
Über gesunde Ernährung möchte ich mich an dieser Stelle nicht auslassen, aber es ist wichtig sich hier zu informieren und den für sich geeigneten Weg zu finden.
Ein gesunder Organismus
...ist ebenfalls sehr hilfreich, damit ein Spirituelles Erwachen gut aufgearbeitet werden kann.
Blockaden und Störungen auf körperlicher. energetischer und geistig - seelischer Ebene können unnötige Hindernisse verursachen. Es ist gut und wichtig, solche Störungen aufzudecken und zu harmonisieren.
Die Naturheilkunde und Regulationsmedizin mit ihren ganzheitlichen diagnostischen und therapeutischen Konzepten sind hier ein hervorragender Ansatz.
Bewegung
Machen Sie lange ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft. Wenn es Ihnen liegt, lehnen Sie sich an Bäume. Berühren Sie sie und lassen Sie sich stärken und erden. Eichen und Kastanien sind sehr geeignet.
Kastanien schützen,Eichen stärken nach meiner Erfahrung. Wenn Sie Zugang dazu haben, so suchen Sie sich "Ihren Baum".
Wenn Sie einen "Lieblingssport" ausüben: Tun Sie es!". Nur keine Überforderung. Alles, nach dem Motto:
"Lächeln statt hecheln"... natürlich gibt es auch Konstitutionen, denen es gut geht, wenn Sie sich einmal so richtig "ausgepowert" haben
Lebenshygiene
Mit Lebenshygiene meine ich all die Dinge, die unserem Organismus und unserer Seele gut tun.
Hier ist Rhythmus das Wichtigste, jeder Mensch nach seinem Naturell. Schlafen Sie genügend, gehen Sie vor dem zu Bett gehen eine "Runde" spazieren.
Lesen Sie gute entsprechende Literatur
Mit dem Lesen hat es etwas Besonderes auf sich. Es bezieht sich auf die verschiedenen Ebenen des menschlichen Mentals, zu denen u.a. auch der "Intellekt" gehört.
Lesen ist nicht gleich Lesen. Wenn Sie schon entsprechendes Bewusstsein für diesen Bereich entwickeln durften, haben Sie festgestellt, dass neben dem Ergreifen des Geschriebenen über den Intellekt auch das "zwischen den Zeilen lesen" eine sehr besondere Bewandnis haben kann. Ebenfalls lernt man genau die Art innerer Resonanz in sich zu erspüren wenn man Dinge liest, die dem sich Öffnen des "inneren Menschen" zuträglich sind. Dann versteht man auch, dass diese Art von Lesen weit über das rein intellektuelle Begreifen von Texten hinaus geht und dann wird es auch begreiflich warum ich sage, dass man heilige Schriften im Grunde genommen erst NACH dem Erwachen verstehen kann ; weil sich nämlich genau dann der tatsächliche geistige Gehalt von Geschriebenem offenbart. Ohne diese "Fähigkeit werden Schriften zu "Geboten", mit dieser Fähigkeit werden sie unter Umständen zu wahren Energiespendern auf dem geistigen Pfad.
Für mich persönlich war das Lesen in den ersten Jahren nach dem Erwachen genau aus diesem grunde überlebensnotwendig....ich musste verstehen, ich musste auf unterschiedlichen Ebenen verstehen um verarbeiten zu können und so habe ich mich viele Jahre ohne Hilfe auf diesem Weg zurecht finden können.
Ob Internet oder Bücher, ob Audio-Dateien im Auto oder Videos zu Hause.
Ich habe auf diesem Wege Informationen verschlungen, da es mir im Alltag nicht gelungen ist, eine geeignete spirituelle Begleitung zu finden.
Der Nachteil auf diesem Wege ist die absolut fehlende sogenannte "Erdung", die man sich auf anderem Wege dringend verschaffen sollte.
Bei all diesen Erklärungen meine ich nicht, das nur das Lesen geistiger Literatur sinnvoll ist...lesen Sie zudem einfach auch, was das Herz erfreut, auch wenn es "leichte" Literatur ist.
Mein Beratungsangebot
Wie Sie vielleicht spüren, komme ich mit meinen Worten und Empfehlungen sowohl von der praktischen Seite des eigenen Erlebens, als auch von der proffessionell psychotherapeutischen Seite, wobei ich keinem der beiden Ansätze einen Vorzug geben würde, denn beide sind für eine geistige Begleitung sehr wichtig.
Wenn Sie das Gefühl haben , dass Ihnen meine Art behilflich sein kann, so setzen Sie sich gerne über das Kontaktformular mit mir in Verbindung und wir können gemeinsam sehen, ob ich Ihnen "gut tun kann" und Beratungen in Frage kommen.
Sie haben ebenfalls die Möglichkeit über Email unverbindlichen Kontakt mit mir aufzunehmen und dann können wir einen kurzen kostenfreien Telefontermin ausmachen.
Danach würden Beratungen kostenpflichtig: Beratung / Counselling
Die Honorare finden Sie hier: Honorar