Voraussichtliches Erscheinungsdatum:  2025
Das Buch behandelt die Themen Geomantie, Medialität, "allein geborener Zwilling" und höhere Lebensformen.

Leseproben

Im Folgenden stelle ich im Laufe der Zeit wechselnde Zeilen oder Passagen des entstehenden Buches online, in der Hoffnung, dass Sie neugierig auf das Erscheinen werden und an meinem großen Abenteuer, über all das Erlebte zu berichten, teilhaben möchten.
Mögen Sie etwas dazu sagen? Etwas Aufbauendes beitragen?
Dann freue ich mich, als engagierter und leidenschaftlicher Erstautor von Ihnen zu hören.

Ihr Matthias Hohenwege

Visionen

Eines Tages freute ich mich wieder auf die Begegnung mit meiner Schwester und schaute in einen Schleier aus Wolken, der am Himmel stand, als ich plötzlich eine vollständig andere Präsenz wahrnahm. Ich spürte mit einem Mal das Feld einer größeren Gruppe von Seelen. Auch meine Schwester konnte ich ausmachen, doch sie hielt sich im Hintergrund. 

Anders als bei dem sehr direkten Kontakt mit ihrer Präsenz, mit ihrer Seele, erhielt ich nun Eingebungen in Form eines in mir aufsteigenden Wissens und Bildern. Schleusen öffneten sich und Wissen zeigte sich so lebendig, als wäre ich dort und würde es leben. Ich spürte diese Seelen, doch ich spürte sie wesentlich distanzierter als es zwischen meiner recht lebendigen Schwester, einem kleinen, unberechenbaren Wirbelwind und mir geschah. 
Diese Seelen zeigten sich mir sehr vorsichtig, sehr respektvoll, behutsam und unaufdringlich. Ich spürte, dass ich es hier mit nicht verkörperten menschlichen Seelen zu tun hatte, welche sehr erfahren und von hoher Weisheit und Liebe waren. Seelen, die sich nicht gerne ungefragt zu Wort meldeten und ohne jegliche eigene Bedürftigkeit in den Kontakt mit mir traten. Ich tauchte ein, in eine längst vergangene Welt, in ein längst vergangenes Leben, welches ich mit Sabena damals lebte.


Kontakt mit den Hohen                                                                                      

Meine Reise zu den Sternengeschwistern


"Meine Seele, sie spannt sich auf und weitet sich, 
umfasst den Boden dieser, träumt sich hinein in den Himmel der anderen Welt. 
Sie wandert über weite geistige Felder, sie dehnt sich aus und zieht sich zusammen. 
Sie sieht und versteht, sie liebt und leidet sich in heimatliche Gefilde des einstigen Lebens. 
Zu Brüdern und Schwestern der Sterne, lebend in Verbundenheit. 
Die Regung des Einen war die Regung des Anderen, war Tanz im Licht, war wissend, 
verstehend das Sein des Nächsten. War frei und verbunden, war einzeln und gemeinsam. 
Ein stetes Schwingen im Licht, mit Körpern fein und fließend, 
mit Gewändern wie aus Wind, ganz ohne Ort und ganz ohne Zeit. 
Mit Gedanken reisend wie auf Schiffen aus Geist, erst hier, dann dort, durch zarten Ruf. 

Wir fließen um einander, voller Freude, 
sind wie die Sonne und die Wärme, 
wie der Mond und stiller Schein. 
Sind eins und einzeln. 
Sind Spiel und Ernst, mal wild, mal ruhig, 
bewegt und still, horchend und lauschend 
dem göttlichen Spiel.
Sind sein Flüstern."

 
 


 

Zwillinge

Ich spürte ihre Anwesenheit sowohl seelisch als auch körperlich und empfand dabei meistens eine unfassbare innere Ruhe. Wenn sie Kontakt mit mir aufnehmen wollte, so überkam mich eine körperliche Wärme und meine inneren Sinne spürten die unverwechselbare Präsenz eines lebendigen, seelischen Wesens. Als Mann frage ich mich gelegentlich, ob es wohl ähnlich dem ist, was eine schwangere Frau fühlt, wenn sie das lebendige Wunder eines anderen Wesens in ihrem Leib spürt. Ich war nicht mehr allein, wenn meine Schwester Kontakt zu mir aufnahm. In diesen Momenten war da etwas Unverwechselbares und liebevoll Wesenhaftes, welches sich zu mir gesellte. Meine inneren Sinne vibrierten vor Freude und Aufregung und doch war ich gefasst und ruhte in mir. Es gab keine Angst und keine Unsicherheit. Es gab keine Fragen ob der Geschehnisse und alles fand in einer Atmosphäre tiefster Gewissheit statt.
Gewissheit ist eine wunderbare Qualität, welche man über den Intellekt niemals erreichen kann, denn er wird immer wieder fragen: „Und was, wenn nicht“ und das ruhelose, rastlose Fragen geht weiter.

                                                                                        * * *

Ich hatte in meinem Leben stets das Gefühl gehabt, dass meine innere Sehnsucht Gott allein galt, doch damals verstand ich mit einem Male, dass es nicht Gott allein war, den ich suchte und letztlich auch gefunden hatte. Etwas von dieser unruhigen Sehnsucht war stets geblieben und fand erst Erlösung, als ich von meiner Zwillingsschwester erfuhr. Viele meiner persönlichen Eigenschaften sowie Verhaltensweisen gegenüber anderen Menschen zeigten sich durch das Wissen der Zwillingsschwangerschaft im Leibe unserer Mutter in einem anderen Licht und fanden so ihre Erklärung. Nach ihrer fehlenden Hälfte suchende Zwillinge können für ihre Mitmenschen, für ihre Freunde und Partner zu einer Belastung werden, da sie in ihnen beständig etwas suchen, was diese nicht sind. Wenn dieser Prozess unbewusst bleibt, scheitern und überfordern allein gelassene Zwillinge ihr persönliches Umfeld, da dieses Suchen und dieses Bedürfnis natürlich nie erfüllt und gestillt werden kann. 

 



Geomantie

Wir entstammen einer Gruppe alter Seelen, so sagten sie, welche sich einst in den Welten zwischen Zeit und Raum gefunden und seit Urzeiten dem Schutze unserer Erdenmutter und anderer Welten verschrieben hatten. Wir wirkten in unzähligen Inkarnationen und auf unzähligen Wegen auf und zwischen den Welten. Es gab keine Fragen für mich. Ich wusste, dass es so war. Es freute mich, doch es überkam mich auch eine große Ehrfurcht, ohne dabei jedoch Angst oder Unbehaglichkeit zu verspüren. Ich, dieses kleine menschliche Gebilde und die Seele, die all das erlebt hatte und in sich trug. Ich wünschte mir, dass doch alle Menschen fühlen und erleben sollten, wie schön und majestätisch der Schöpfer uns geschaffen und nach seinem Ebenbilde geformt hatte. 

 

                                                                                         * * *

Eine tiefe, angenehme Spannung entstand. Etwas wollte geschehen und bahnte sich verheißungsvoll seinen Weg.

Die Färbung des Himmels hatte mittlerweile eine wunderschöne orange goldene Tönung angenommen, als Sabena ganz langsam, seitlich, mit nach oben gerichteten Handflächen ihre Arme hob und so einen Moment verweilte.  Allmählich führte sie dann ihre Hände vor der Brust nach vorn und begann, diese erst ganz vorsichtig und dann immer schneller umeinander zu bewegen.

Das Vibrieren der Luft wurde stärker und ringsum stand alles still.  Es war, als ob sich ihr alles Leben, ob Pflanze, Tier oder Stein, zuwandte. Die Spannung wuchs und mein eigener Körper geriet für einen kurzen Moment in eine Art innerer Erregung. Ich musste meinen Atem lenken, so wie man es mich gelehrt hatte, um in Sammlung zu bleiben und die Verbindung zu meinem aufgestiegenen Geist nicht zu stören. Jedes Mal war es wie ein erstes Mal, neu, aufregend und ein Moment voller Respekt, aber auch voller Freude. Zwei kleine Erdenseelen, die sich der Planetenseele näherten, dieser Riesin, die so sanft und liebevoll, aber auch wild und vernichtend sein konnte.

Es war stets einer der schönsten Momente unserer Arbeit, wenn wir uns einstimmten und dieses große Ja der Natur erhielten, die sich nun einließ, auf das, was wir taten. Sie gab uns in Stille ihren Segen und ließ zu, dass wir eins mit ihrem großen majestätischen Herzschlag wurden. 

Sabenas kleine Hände flogen jetzt durch die Luft in immer schneller umeinander wirbelnden Kreisen. Niemand außer ihr hätte dies so vollbringen können. Kein Mensch hätte jemals ohne jahrelange Unterrichtung und immer wieder folgende Korrekturen derartige Bewegungen ausführen können. Es war wunderschön ihr zuzuschauen, denn schon allein diese fließenden Formen, die sie mit ihren Händen erschuf, glichen für mich einem Wunder. Es war die hohe Kunst, die sie als noch so junge Priesterin fleißig und immer wieder übend über viele Jahre erlernt hatte. Deren Beherrschung sie so unermüdlich geübt und wegen der sie sich oft zitternd und verzweifelt an meiner Brust ausgeweint hatte. „Es gelingt mir nicht, Bruder, hatte sie immer wieder gesagt, es gelingt mir einfach nicht. Ich kann es nicht. Was soll ich nur tun?“ Nach einer Weile kam sie dann zur Ruhe, wischte sich mit einem Zipfel ihres Kleides trotzig und entschlossen die Tränen aus dem Gesicht und fand wieder neuen Mut.